Die Pfeifen sind still, und das nicht im positiven Sinne. Die Tarifverhandlungen zwischen der NFL und ihrer Referees Association sind diese Woche ins Stocken geraten und wurden früher als geplant abgebrochen. Das ist nicht nur ein Streit hinter verschlossenen Türen; es betrifft jeden Sonntag, jeden Spielzug, jeden Fan. Das sind nicht nur Männer in Streifen; sie sind integraler Bestandteil des Spiels.
Schauen Sie, das ist nicht das erste Mal, dass wir diesen Film sehen. Erinnern Sie sich an 2012? Ersatzschiedsrichter. Diese Saison war ein Desaster, eine Komödie der Fehler, die die Liga beinahe zum Scheitern gebracht hätte. Das "Fail Mary"-Spiel zwischen den Packers und Seahawks, bei dem ein Last-Minute-Touchdown, der das Spiel entschied, nach einer klaren Interception gegeben wurde, verfolgt die Fans immer noch. Green Bay verlor dieses Spiel mit 14-12, ein Ergebnis, das direkt mit der Schiedsrichterleistung zusammenhing. Niemand will eine Wiederholung dieses Chaos. Die Marke der NFL litt darunter, und es dauerte Wochen, bis das öffentliche Vertrauen sich auch nur ansatzweise erholte, nachdem die regulären Offiziellen in Woche 4 zurückgekehrt waren.
Quellen zufolge bleiben die Kernprobleme die Vergütung und die Altersvorsorge. Die Offiziellen fordern eine bessere Bezahlung und argumentieren, dass ihre Gehälter nicht mit dem exponentiellen Wachstum der Liga Schritt gehalten haben. Ein durchschnittlicher NFL-Offizieller verdient jährlich etwa 205.000 US-Dollar, weit entfernt von den Millionen-Dollar-Verträgen selbst von Ersatzspielern. Sie arbeiten lange Stunden, stehen unter intensiver Beobachtung und reisen ständig. Es ist ein anspruchsvoller Job, physisch und mental. Sie drängen auch auf verbesserte Altersvorsorgepakete, weg von einem leistungsorientierten Plan hin zu einem 401(k)-basierten System, das die Liga Berichten zufolge bevorzugt. Die NFL hingegen möchte mehr Kontrolle über die Leistung und Verantwortlichkeit der Schiedsrichter, was oft bedeutet, mehr Macht zu haben, um Schiedsrichter zu bestrafen oder sogar zu entlassen.
Die Sache ist die, die Liga hat letztes Jahr 18 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. 205.000 Dollar für einen Schiedsrichter scheinen ein Trinkgeld zu sein, wenn man die Einsätze bedenkt. Ein einziger Fehlpfiff kann ein Spiel kippen, die Playoff-Platzierung beeinflussen und ein Franchise Millionen an potenziellen Einnahmen kosten. Fragen Sie einfach die Saints nach dem No-Call im NFC Championship Game 2018 gegen die Rams. Diese nicht geahndete Pass-Interference führte direkt dazu, dass die Rams das Spiel mit 26-23 in der Verlängerung gewannen und in den Super Bowl einzogen. Die Offiziellen sind die einzige unabhängige dritte Partei auf dem Feld; ihre Integrität und Konzentration sind von größter Bedeutung.
Dieser Stillstand dreht sich nicht nur ums Geld; es geht um den Respekt vor dem Handwerk. Diese Offiziellen widmen ihr Leben dem Verständnis des Regelwerks, um unter immensem Druck in Sekundenbruchteilen Entscheidungen zu treffen. Sie trainieren das ganze Jahr über. Es ist nicht nur ein Wochenendjob. Die NFL muss erkennen, dass professionelle Schiedsrichterarbeit eine spezialisierte Fähigkeit ist, keine Ware. Wenn sich dies hinzieht, wird die Qualität der Schiedsrichterleistung leiden. Man kann nicht einfach neue Leute einsetzen und das gleiche Maß an Fachwissen erwarten. Es dauert Jahre, um dieses Auge, dieses Gefühl für das Spiel zu entwickeln.
Hier ist meine kühne These: Die NFL spielt ein gefährliches Spiel, indem sie ihre Offiziellen kleinlich behandelt. Sie setzen darauf, dass die Öffentlichkeit das Debakel der Ersatzschiedsrichter von 2012 vergisst. Aber die Fans vergessen nicht. Sie erinnern sich an das Chaos. Sie erinnern sich an die Empörung. Die Liga sollte mehr in ihre Offiziellen investieren, nicht weniger, um die Integrität des Spiels zu gewährleisten. Ein paar zusätzliche Millionen Dollar an Schiedsrichtergehältern sind ein Tropfen auf den heißen Stein für eine Liga, die Milliarden einnimmt.
Ich sage voraus, dass die NFL nachgeben wird, aber nicht ohne ernsthafte Machtspiele. Erwarten Sie, dass ein Deal kurz vor Beginn der Trainingslager zustande kommt, aber es wird knapper, als es sich jemand wünscht.