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Salahs Abgesang: Wie Liverpool nach einer Legende weitermacht

Von Marcus Rivera · Veröffentlicht 2026-03-26 · Marcotti: „Gute Nachrichten“ für Liverpool, um die Salah-Situation abzuschließen

Die Nachricht kam endlich, nicht mit einem Paukenschlag, sondern einer stillen Bestätigung: Mohamed Salah wird Liverpool verlassen, wenn sein Vertrag nächsten Sommer ausläuft. Gab Marcotti nannte es „gute Nachrichten“ für den Verein und deutete an, dass der Abschluss allen hilft. Und er hat Recht. Monatelang war das Gerede um Salahs Zukunft ein leises Summen, ein ständiges Hintergrundgeräusch bei jedem Ergebnis, jedem Tor, jedem kleinen Formtief. Liverpool muss planen, und jetzt können sie es. Der Mann ist seit seiner Ankunft im Jahr 2017 ein Phänomen, erzielte 152 Premier League-Tore in 249 Einsätzen, eine ehrlich gesagt lächerliche Ausbeute für einen Flügelspieler. Seine Debütsaison mit 32 Toren in der Saison 2017/18 ist in die Annalen von Anfield eingegangen.

Der Post-Salah-Plan

Denken Sie mal darüber nach. Wie oft haben wir gesehen, dass ein Verein den Abgang eines Starspielers in die Länge zieht, nur damit es zu einer Ablenkung wird? Marcottis Punkt ist nicht, dass Liverpool Salah *loswerden will*, sondern dass das Wissen darüber ihnen erlaubt, eine klare Strategie umzusetzen. Die Reds haben diesen Prozess übrigens bereits begonnen. Die Verpflichtungen von Cody Gakpo im Januar 2023 für 37 Millionen Pfund und dann Darwin Núñez für anfänglich 64 Millionen Pfund im Sommer 2022 waren Schritte, die darauf abzielten, Jugend und Vielseitigkeit in den Angriff zu bringen. Núñez, trotz seiner gelegentlichen Frustrationen vor dem Tor, erzielte letzte Saison immer noch 11 Premier League-Tore und lieferte 10 Assists in allen Wettbewerben. Gakpo steuerte in seiner ersten halben Saison sieben Ligatore bei. Das sind keine Salah-Zahlen, nein, aber sie zeigen Potenzial.

Die Sache ist die: Bei Liverpool unter Jürgen Klopp ging es immer um das System, das kollektive Pressing, die unerbittliche Energie. Während Salah der unbestrittene König der Tore war, ist die Maschine darauf ausgelegt, Chancen für jeden zu produzieren, der in diesen breiten Angriffsrollen spielt. Wir haben es sogar beim Abgang von Sadio Mané gesehen. Viele dachten, Liverpool würde Schwierigkeiten haben, aber sie haben sich angepasst. Luis Díaz, im Januar 2022 für 37 Millionen Pfund verpflichtet, hat sich bewundernswert geschlagen, bevor ihn Verletzungen trafen, und erzielte in seiner ersten halben Saison sechs Tore in 13 Ligaspielen. Die Rekrutierung des Vereins war in den letzten Jahren hervorragend, besonders im Angriffsdrittel.

Das nächste Kapitel

Mal ehrlich: Salahs schiere Menge an Toren, seine entscheidenden Momente und seine ikonische Präsenz durch einen Spieler zu ersetzen, ist unmöglich. Er lieferte letzte Saison 19 Tore und 10 Assists in der Premier League, selbst in einem Übergangsjahr für das Team. Eine solche konstante Leistung ist selten. Aber Liverpool sucht nicht nach einem weiteren Salah. Sie suchen nach der nächsten Iteration ihres Angriffs. Es geht nicht nur darum, einen rechten Flügelspieler zu finden; es geht darum, die gesamte Angriffsreihe weiterzuentwickeln. Vielleicht setzen sie mehr auf einen flüssigen Dreierangriff, mit Núñez zentral und Díaz und Gakpo, die auf den Flügeln rotieren, unterstützt von Spielern wie Harvey Elliott oder sogar einer neuen, dynamischen Verpflichtung.

Meine gewagte These? Liverpool sollte dem Drang widerstehen, einen direkten, gleichwertigen Ersatz in der Preisklasse von 80 bis 100 Millionen Pfund zu kaufen. Stattdessen sollten sie dieses potenzielle Transferbudget auf zwei oder drei jüngere Spieler mit hohem Potenzial verteilen, die zu Klopps anspruchsvollem System passen. Denken Sie an das, was Arsenal mit Saka und Martinelli gemacht hat, sie zu Weltklasse-Talenten entwickelt, anstatt etablierte Superstars zu verpflichten. Die Reds haben gezeigt, dass sie Juwelen entdecken können. Diesen Sommer haben sie viel Geld für Alexis Mac Allister (35 Millionen Pfund) und Dominik Szoboszlai (60 Millionen Pfund) ausgegeben, um das Mittelfeld neu aufzubauen. Der Angriff ist als Nächstes dran.

Liverpool wird nächste Saison unter den ersten beiden Plätzen landen. Die Klarheit über Salahs Abgang wird die Mannschaft beflügeln und ein fokussiertes, aggressives Transferfenster ermöglichen, das sie für nachhaltigen Erfolg rüstet.

MR
Marcus Rivera
Sportjournalist mit über 10 Jahren Erfahrung im Spitzenfußball.
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