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Spurs' Tudor-Fehler: Warum der Club eine neue Stimme braucht

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📅 23. März 2026⏱️ 4 Min. Lesezeit
Veröffentlicht 2026-03-23 · Robson: Tottenham sollte Tudor nach der Niederlage gegen Nottingham Forest entlassen

Die Stimmung bei Tottenham Hotspur war nach der 3:0-Niederlage gegen Nottingham Forest am 7. April anders. Es war nicht nur das Ergebnis; es war die leblose Leistung, die einen alles in Frage stellen lässt. Gab Marcotti und Stewart Robson, zwei Leute, die schon viele schlechte Fußballspiele gesehen haben, hatten Recht, mit dem Finger zu zeigen. Und Robson, Gott segne seine Direktheit, ging direkt auf den Punkt: Entlasst Cristian Tudor, den Co-Trainer.

Schau, ich verstehe es. Trainer bekommen die Schuld. Ange Postecoglou ist der Mann, dessen Name an der Tür steht. Aber Robson hat nicht Unrecht, tiefer zu blicken. Tottenham hatte gerade eine demoralisierende 4:0-Niederlage gegen Newcastle in der Woche zuvor hinter sich. Zwei Spiele, sieben Gegentore, null eigene Tore. Das ist kein Ausrutscher; das ist ein Muster des defensiven Zusammenbruchs, und es deutet auf mehr als nur die Taktik des Cheftrainers hin. Erinnerst du dich an die 2:1-Niederlage gegen Wolves am 17. Februar? Dieselbe weiche Unterseite. Dasselbe Gefühl einer Mannschaft, die sich nicht anpassen kann, wenn es schlecht läuft.

Hier ist die Sache: Tudor ist Postecoglous rechte Hand, geholt für seine defensive Expertise. Er war mit Igor Tudor bei Marseille, wo sie in der Ligue 1 eine ziemlich solide Defensivbilanz hatten. Aber das hat sich in Nordlondon nicht übertragen. Seit Beginn des neuen Jahres haben die Spurs in 14 Premier-League-Spielen 25 Gegentore kassiert. Das ist weit entfernt von der versprochenen sparsamen Verteidigung. Zum Vergleich: In den ersten 14 Spielen der Saison kassierten sie nur 19 Gegentore. Der Rückgang ist eklatant.

Und es geht nicht nur um die Zahlen. Es ist die Art und Weise, wie sie Gegentore kassieren. Gegen Forest fühlte sich Murillos Treffer in der 61. Minute, gefolgt von Hudson-Odoi nur drei Minuten später, wie ein Team an, das in Echtzeit auseinanderfällt. Wo war die Organisation? Die Kommunikation? Das sind die Grundlagen, die Tudor der Mannschaft einhämmern soll. Postecoglous offensive Philosophie ist klar, aber sie braucht ein defensives Fundament, um erfolgreich zu sein. Im Moment bröckelt dieses Fundament schneller als ein altes Gebäck.

Einige werden argumentieren, dass Tudor mehr Zeit braucht, dass ein neues System Anpassung erfordert. Aber wir sind tief im April. Die Saison neigt sich dem Ende zu. Tottenham kämpft um einen Champions-League-Platz, und sie machen es sich unnötig schwer. Sie lagen nach der Forest-Niederlage auf dem fünften Platz, fünf Punkte hinter Aston Villa, allerdings mit einem Spiel weniger. Dieser Vorsprung fühlt sich größer an, wenn die Verteidigung ein Drehtür ist.

Meine kühne Behauptung? Tudor über diese Saison hinaus im Stab zu behalten, ist ein Fehler, der Postecoglou teuer zu stehen kommen wird. Er braucht jemanden, der wirklich eine kohärente defensive Struktur implementieren kann, nicht nur ein System, das auf dem Papier gut aussieht. Postecoglous Vision ist solide, aber sein blinder Fleck könnte darin bestehen, dem falschen Leutnant zu vertrauen, um die Abwehr zu stärken.

Es geht hier nicht darum, einen Sündenbock unter den Bus zu werfen. Es geht darum, eine Schwachstelle in einem kritischen Bereich zu erkennen. Tottenhams Kader, mit Spielern wie Micky van de Ven und Cristian Romero, hat das Talent. Sie werden nur nicht effektiv organisiert. Die 4:0-Niederlage gegen Chelsea am 2. Mai hat dieses Gefühl nur verstärkt. Wieder vier Gegentore. Wieder eine Leistung, bei der die Verteidigung verloren wirkte.

Postecoglou ist ein intelligenter Manager, und er wird wissen, dass etwas nicht stimmt. Er muss eine schwierige Entscheidung treffen, und zwar bald. Andernfalls könnte die nächste Saison eine Wiederholung dieser frustrierenden defensiven Zerbrechlichkeit sein.

Ich prognostiziere, dass Tottenham, wenn sie vor Beginn der nächsten Saison keine Änderung in ihrem defensiven Trainerstab vornehmen, in der Premier-League-Saison 2024/25 außerhalb der Top Sechs landen wird.