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Der Tod und die Wiedergeburt des italienischen Fußballs von Calciopoli bis zum Europameister

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Sarah Chen
Taktikanalystin
📅 Zuletzt aktualisiert: 2026-03-17
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Veröffentlicht 2026-03-17

Es war 2006. Die Azzurri hatten gerade die Weltmeisterschaft gewonnen, ein vierter Stern über ihrem Wappen. Doch unter der Oberfläche schwelte eine Krankheit, ein Krebs, der die Seele des italienischen Fußballs zu verzehren drohte. Calciopoli, der berüchtigte Manipulationsskandal, fegte wie ein Hurrikan der Kategorie 5 durch die Serie A und hinterließ eine Spur zerstörter Reputationen und abgestiegener Giganten.

Juventus, um zwei Scudetti beraubt, wurde in die Serie B degradiert. AC Mailand, Fiorentina, Lazio und Reggina starteten alle mit Punktabzügen in die folgende Saison. Das schöne Spiel in Italien, einst ein Leuchtturm taktischer Brillanz und defensiver Kunst, war plötzlich gleichbedeutend mit Korruption und Betrug. Die Zuschauerzahlen brachen ein, das Vertrauen schwand, und eine Generation von Fans stellte die Integrität ihres geliebten Sports in Frage.

Jahrelang irrte der italienische Fußball in der Wildnis. Die Vereine kämpften in europäischen Wettbewerben. Die Nationalmannschaft, einst ein ewiger Anwärter, verpasste die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 – eine Demütigung, die nur ein Jahrzehnt zuvor undenkbar gewesen wäre. Es fühlte sich an wie eine ewige Dämmerung, ein anhaltender Schatten, der vom Skandal geworfen wurde und sich nicht auflösen wollte. Die taktische Innovation, die einst die Serie A definierte, schien zu stagnieren und wurde durch eine vorsichtige, oft uninspirierte Art von Fußball ersetzt.

Dann begann eine stille Revolution. Roberto Mancini, ein Mann, dessen Spielerkarriere in den glorreichen Tagen der Serie A verwurzelt war, übernahm 2018 die Zügel der Nationalmannschaft. Er erbte einen Kader ohne Superstars, eine Ansammlung talentierter, aber oft übersehener Spieler. Was er mitbrachte, war nicht nur taktisches Geschick, sondern auch der Glaube an offensiven Fußball, der Wunsch, mit Freude und Freiheit zu spielen.

Mancinis Italien baute nicht auf dem alten Catenaccio auf, sondern auf einer flüssigen 4-3-3-Formation, die schnelle Übergänge und aggressives Pressing betonte. Er vermittelte ein Gefühl der Einheit, eine familiäre Atmosphäre, die Vereinsrivalitäten überwand. Plötzlich wurden Spieler wie Nicolo Barella, Jorginho und Leonardo Spinazzola, die anderswo vielleicht nur als Rollenspieler galten, zu integralen Bestandteilen einer gut geölten Maschine.

Die Ergebnisse waren unbestreitbar. Italien startete eine unglaubliche Serie von 37 ungeschlagenen Spielen und brach damit den bisherigen nationalen Rekord. In dieser Zeit erzielten sie 93 Tore und kassierten nur 15. Es ging nicht nur ums Gewinnen; es ging darum, wie sie gewannen, mit einer Verve und einem Selbstbewusstsein, das man von einer italienischen Mannschaft selten sah.

Bei der Euro 2020, die auf 2021 verschoben wurde, war die Transformation abgeschlossen. Sie führten ihre Gruppe mit einer perfekten Bilanz an, erzielten sieben Tore und kassierten keines. Sie standen Widrigkeiten gegen Österreich und Spanien gegenüber, aber ihre Widerstandsfähigkeit und ihr schierer Wille strahlten durch. Im Finale gegen England in Wembley gewannen sie nicht nur; sie spielten Gareth Southgates Mannschaft aus, dominierten den Ballbesitz mit 62 % und verzeichneten 19 Schüsse gegenüber Englands 6.

Als Gianluigi Donnarumma Bukayo Sakas Elfmeter parierte, war der Jubel nicht nur für eine Europameisterschaft; es war ein Jubel der Katharsis, eine Erklärung, dass der italienische Fußball zurück war. Es war eine Wiedergeburt, nicht nur einer Mannschaft, sondern des Stolzes einer Nation auf ihren beliebtesten Sport. Aus der Tiefe der Verzweiflung war ein Phönix auferstanden.

Hot Take: Diese aktuelle Generation italienischer Talente ist unter der richtigen Führung bereit, die Weltmeisterschaft 2026 zu gewinnen und zu beweisen, dass ihr Triumph bei der Euro 2020 kein Zufall war, sondern der Beginn einer neuen Azzurri-Dynastie.